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10. Mai 2026

Der schnellste Weg gegen KI-Angst im Team: ein Hackathon

KI-Angst im Team lässt sich nicht wegschulen. Warum ein interner KI-Hackathon in einem Tag schafft, was Monate von Appellen nicht schaffen.

Die grösste Hürde bei der KI-Einführung ist nicht die Technik. Es ist der stille Widerstand: Mitarbeitende, die «keine Zeit» für das neue Tool haben, weil sie in Wahrheit fürchten, sich damit selbst wegzurationalisieren. Diese Angst lässt sich nicht wegschulen und nicht wegkommunizieren. Aber sie lässt sich wegerleben.

Begeisterung lässt sich nicht verordnen. Aber veranstalten.

Warum ausgerechnet ein Hackathon?

Ich habe in Winterthur drei AI-Hackathons mitveranstaltet und das gleiche Muster jedes Mal gesehen: Am Morgen sitzen Skeptiker-/innen im Raum, verschränkte Arme, «mal schauen». Am Abend präsentieren dieselben Leute stolz einen funktionierenden Prototyp und diskutieren, was sie als Nächstes bauen wollen.

Was ist passiert? Drei Dinge, die keine Schulung leistet:

  1. Selbstwirksamkeit statt Vorführung. In der Schulung schaut man zu, wie es beim Profi funktioniert. Im Hackathon baut man selbst und erlebt: Ich kann das.
  2. Echte Probleme statt Beispieldaten. Wer sein eigenes nerviges Problem löst, versteht den Nutzen sofort. Niemand fragt mehr «Wozu brauchen wir das?».
  3. Die Angst bekommt Konkurrenz. Nichts entkräftet «KI ersetzt mich» so wirksam wie das Erlebnis «KI hat mir gerade zwei Stunden Arbeit abgenommen, und ich habe das gesteuert».

Der Kader-Effekt

Besonders wirksam ist das Format in der Führung. An einem Kaderanlass haben wir statt der üblichen Präsentationen einen Hackathon durchgeführt. Der Unterschied zu jedem KI-Vortrag: Die Führungskräfte redeten danach nicht über KI, sie hatten selbst etwas gebaut. Und wer selbst gebaut hat, entscheidet anders über Budgets, Regeln und Prioritäten.

Das deckt sich mit allem, was ich in der KI-Einführung predige: Führung zuerst, Erleben vor Konzept.

Die Einordnung

Ein Hackathon ersetzt keine KI-Strategie und keine saubere Einführung. Er ist der Zünder, nicht der Motor. Aber als Zünder ist er unschlagbar: Ein Tag, der aus Betroffenen Beteiligte macht, ist schneller und günstiger als sechs Monate Überzeugungsarbeit.

Der nächste Schritt

Fragen Sie sich: Wie viele in Ihrem Team haben KI schon selbst für ein echtes Problem eingesetzt? Wenn die Antwort «wenige» lautet, ist ein interner Hackathon Ihr wirksamster nächster Schritt. Wie so ein Tag aussieht, zeigt die Hackathon-Seite. Oder wir planen Ihren direkt: Termin buchen.