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30. August 2026

Concept Sprint, Design Sprint: der echte Unterschied

Concept Sprint, Design Sprint oder Innovation Sprint: Die Begriffe klingen ähnlich. Ein Kriterium trennt sie sauber, und es zählt fürs KMU.

Concept Sprint, Design Sprint, Innovation Sprint: Drei Begriffe, die in Angeboten munter durcheinandergehen. Ich trenne sie an einer einzigen Frage. Was liegt am letzten Tag auf dem Tisch?

Design Sprint: ein Prototyp, den Fremde getestet haben

Der Design Sprint ist von den drei Begriffen der einzige mit einem festen Protokoll. Jake Knapp hat ihn bei Google entwickelt, ursprünglich als Fünf-Tage-Format. Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt ihn als zeitlich fixierten Prozess von der Problemdefinition bis zum Test am Nutzer.

Der Test ist der Kern. Am Schluss steht ein Prototyp, den Menschen ausserhalb Ihrer Firma benutzt haben. Sie wissen dann nicht, was Ihr Team glaubt. Sie wissen, was Ihre Kundschaft tut.

Concept Sprint: ein Konzept, das intern abgestimmt ist

Der Concept Sprint arbeitet an einer Geschäftsfrage statt an einem Produkt. Das Ergebnis ist ein Konzept, kein gebauter Prototyp. Statt Nutzertests holt das Team Feedback von den relevanten Personen im Unternehmen ein.

Das ist keine Sparversion. Für Fragen ohne Nutzeroberfläche ist es das passendere Format: ein neues Preismodell, ein Serviceversprechen, die Struktur einer Abteilung. Für so etwas bauen Sie keinen Klick-Dummy.

Innovation Sprint: ein Sammelbegriff

Innovation Sprint bezeichnet keine definierte Methode. Der Begriff steht für kurze, fokussierte Formate mit Ergebnisdruck. Wer ihn verwendet, muss erklären, was drinsteckt. Transparenz an dieser Stelle: So heisst meine Firma, und deshalb ist mir die Unterscheidung wichtig. Ein Name ersetzt kein Vorgehen.

Die Frage, die Sie stellen sollten

Lassen Sie den Namen weg und fragen Sie jeden Anbieter drei Dinge:

  1. Was halte ich am letzten Tag in der Hand?
  2. Wer hat es geprüft, mein Team oder jemand von aussen?
  3. Wie viel Zeit kostet es mein Team wirklich?

Beim Design Sprint lauten die Antworten: ein getesteter Prototyp, fünf Personen aus der Zielgruppe, zwei volle Tage für das Kernteam. Beim Concept Sprint: ein abgestimmtes Konzept, die Entscheider-/innen im Haus, meist weniger. Wenn ein Anbieter auf diese drei Fragen ausweicht, verkauft er einen Namen.

Meine Haltung dazu ist unverändert: Der Unterschied liegt nicht im Marketingwort, sondern darin, ob jemand von aussen Ihre Idee geprüft hat, bevor Sie Geld ausgeben. Genau daran hängt auch die Wahl zwischen Design Sprint und Workshop.

Ihr nächster Schritt: Schreiben Sie auf, was Sie am letzten Tag in der Hand halten wollen. Erst danach suchen Sie das Format. Wie ein Design Sprint dann abläuft, steht in Design Sprint: Wann sich 4 Tage lohnen, und unser Vorgehen finden Sie auf der Seite Design Sprints.

Unsicher, welches Format zu Ihrer Frage passt? Buchen Sie 30 Minuten, dann klären wir das an Ihrem konkreten Thema.